Bettverlassen automatisch erkennen – Unterstützung im Nachtdienst
Im Nachtdienst müssen Pflegekräfte die Situation mehrerer Bewohner im Blick behalten. Ein Kontrollgang zeigt, was gerade im Zimmer geschieht. Was zwischen den Rundgängen passiert, bleibt dabei oft unbemerkt. Ein Bettsensor kann zusätzliche Informationen liefern, wenn ein Bewohner das Bett verlässt oder zurückkehrt.
LAROsense verbindet die Erkennung am Pflegebett mit Benachrichtigungen für das Team. Damit steht neben der persönlichen Beobachtung eine weitere Informationsquelle für anlassbezogene Kontrollgänge zur Verfügung.
Welche Ereignisse werden am Pflegebett erfasst?
- Bettanwesenheit: Die Übersicht zeigt den Belegungszustand des Bettes.
- Bettverlassen: Das Team kann über das Verlassen des Bettes informiert werden.
- Rückkehr: Die erneute Anwesenheit im Bett wird erfasst.
- Unruhephasen: Unruhe und ungewöhnliche Aktivität im Bett werden sichtbar.
Diese Ereignisse haben unterschiedliche Bedeutungen. Ein leeres Bett ist zunächst eine Zustandsinformation. Welcher Handlungsbedarf daraus entsteht, beurteilt das Pflegeteam im jeweiligen Betreuungskontext.
Vom Sensor zur Benachrichtigung
Der am Bettgestell befestigte Sensor überträgt seine Informationen über Mobilfunk an die LAROMED Cloud. In der LAROMED App und der browserbasierten Web-App kann das Team die Übersicht aufrufen. Push-Benachrichtigungen und ein Homescreen-Widget machen auf relevante Ereignisse aufmerksam.
Bei der Einrichtung werden die Benachrichtigungen konfiguriert. Für den praktischen Betrieb ist deshalb nicht nur die Montage wichtig: Ebenso klar sollte sein, wer die Meldungen erhält, wer reagiert und wie die Zuständigkeit bei einer Übergabe weitergegeben wird.
Anlassbezogene Kontrollgänge im Team vorbereiten
Die Einführung lässt sich in drei organisatorische Schritte aufteilen:
- Einsatz festlegen: Für welche Betten und Situationen sollen zusätzliche Ereignisinformationen genutzt werden? Welche persönlichen Kontrollen bleiben eingeplant?
- Alarmweg prüfen: Die vorgesehenen Endgeräte und Benachrichtigungen gemeinsam mit dem Team testen. So wird sichtbar, ob die Meldung den richtigen Empfänger erreicht.
- Im Dienst auswerten: Rückmeldungen sammeln: Sind die Informationen verständlich? Passen die Einstellungen? Gibt es Situationen, in denen Abläufe nachgeschärft werden müssen?
Ein Bettsensor unterstützt die Einschätzung der Situation. Er ersetzt weder die individuelle Pflegeplanung noch die persönliche Betreuung. Eine Meldung beim Bettverlassen ist zudem keine Bestätigung eines Sturzes.
Was sollte ein Praxistest zeigen?
Eine Einrichtung sollte vor dem Test festlegen, woran sie einen Nutzen erkennt. Sinnvolle Beobachtungspunkte sind beispielsweise die Erreichbarkeit der Benachrichtigungen, die Verständlichkeit der Übersicht und die Frage, ob zusätzliche oder unnötige Wege entstehen. Auch die Übergabe zwischen den Diensten gehört in die Erprobung.
Ob und in welchem Umfang sich der Nachtdienst entlasten lässt, hängt von den Bewohnern, den Abläufen und der Konfiguration ab. Statt eine feste Zeitersparnis vorauszusetzen, lässt sich der tatsächliche Nutzen im eigenen Haus prüfen. LAROsense kann dafür 30 Tage kostenlos getestet werden.
Die passende technische Lösung auswählen
Sie vergleichen verschiedene Systeme? Unser Beitrag Sensormatte oder Bettsensor erläutert die Unterschiede bei Erfassung und Alarmierung. Für die Vorbereitung vor Ort finden Sie weitere Hinweise unter Bettsensor ohne WLAN installieren.
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Produktgrundlage: LAROsense von LAROMED. Stand: 14. September 2026.